Ein Sieg, der nicht zum Ergebnis passte
Charlotte empfing Chicago Fire im Rahmen der 27. Runde der MLS. Die Gäste gewannen mit 1:0, obwohl die Gastgeber den Großteil der Zeit das Geschehen bestimmten. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie dieser Sieg zustande kam.
In der 58. Minute entschied sich das Spiel: Luca De La Torre köpfte einen Ball ins eigene Tor, Johan Arath Gomez profitierte. Zuvor hatte Charlotte in der 61. Minute einen Treffer von Tyger Smalls noch durch VAR-Stopp vereitelt bekommen. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber in der ersten Halbzeit bereits drei Gelbe Karten sahen.
Charlotte kontrollierte den Ball, aber nicht das Spiel. 41 Prozent Ballbesitz, 74 Angriffe, vier Torchancen – doch die Effizienz fehlte. Die Gäste hingegen warteten, konterten, und als die Gelegenheit kam, nutzten sie sie. Eigentlich wäre es umgekehrt gewesen, aber nebenbei: Chicago schaffte es, die wenigen Momente zu nutzen.
Die Statistik zeigt ein Bild, das nicht zum Ergebnis passte. Charlotte schoss achtmal daneben, traf nur zweimal aufs Tor. Chicago hingegen landete acht Schüsse im Ziel, davon nur vier daneben. Eigentlich hätte das Spiel anders enden müssen, aber der Konflikt wurde öffentlich, als Tim Ream in der 90. Minute die rote Karte sah.
Der Platzverweis kam spät, aber er änderte nichts mehr am Ergebnis. Charlotte stand nur noch zu zehnt, doch ein Ausgleich blieb aus. Die Gastgeber blieben auf Platz vier mit 43 Punkten, Chicago Fire rutschte nicht weiter ab – fünfter Platz, 42 Punkte.