Am Freitagabend trafen die Kraichheim Merlin auf die Gießen 46ers in der Pro A. Das Spiel endete 83:76 für die Gastgeber. Ein Resultat, das den Unterschied zwischen zwei Mannschaften zeigt, die beide auf Sieg gehen.
Wir hatten die Heimsieger favorisiert, 57 Prozent waren unsere Zahl. Interessant wird es, wenn man sieht, wie sich diese Einschätzung im Spiel widerspiegelte. Die Merlin blieben auch unter Druck ruhig.
Nebenbei ein Detail, das den Unterschied machte: Die Kraichheimer sammelten 35 Rebounds, Gießen kam auf 26. Elf mehr Bälle unter den eigenen Ringen. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man die Defensivrebounds vergleicht — 25 zu 20.
Beide Mannschaften warfen die Kugel ähnlich gut. Kraichheim traf 29 von 63 Würfen, Gießen 26 von 62. Der Unterschied liegt woanders. Die Gastgeber zückten nach der Pause mehrfach Gelb, was die Disziplin unterstrich.
Und dann der Punkt, an dem das Spiel entschieden wurde: Die Gießer begingen neun Ballverluste, die Merlin nur sechs. Das ist der Unterschied zwischen Kontrolle und Unruhe. Wer den Ball sichert, hält das Spiel.
Die Tabelle verrät wenig Neues. Die Kraichheimer bleiben auf Platz zwei mit 28 Siegen und sechs Niederlagen, Gießen liegt siebent mit 18 Siegen und 16 Niederlagen. Beide haben 34 Spiele absolviert, beide sammeln Punkte.
Was die letzten Begegnungen zeigen: Am 15. Mai gewannen die Gießer noch 70:87 in Kraichheim. Heute war es umgekehrt. Der Kapitän zog die Mannschaft mit, als es darauf ankam.