Völkmarstadt hat am Freitagabend in der Pro A der Basketball-Bundesliga die Giessen 46er mit 73:61 besiegt. Die Gastgeber zeigten sich von ihrer effizientesten Seite, als sie aus der Distanz den entscheidenden Unterschied machten. Interessant wird es, wenn man betrachtet, woher diese Überlegenheit kam.
Die Gastgeber trafen zwölf von achtundzwanzig Dreipunktversuchen, während Giessen fünf von zwanzig landete. Nebenbei zeigt diese Differenz, wie schnell sich ein Spiel drehen kann, wenn die Würfe einfallen. Völkmarstadt erzielte 23 von 49 Feldwürfen, Giessen nur 20 von 58. Und dann war der Abstand größer, als man bei den Versuchszahlen vermuten würde.
Wir hatten einen Sieg der Gäste prognostiziert, mit fünfundfünfzigacht Prozent Sicherheit. Das war nicht der Weg, den das Spiel nahm. Giessen fand kein Mittel gegen die Wurfgenauigkeit der Gastgeber, und die eigenen Schüsse blieben zu ungenau. Die Gäste hatten zwar weniger Ballverluste mit drei statt sechzehn, doch das reichte nicht, um die Distanz zu schließen.
Reboundmäßig lag Völkmarstadt mit 36 zu 24 klar vorn, sieben offensive gegen fünf. Die Gastgeber hatten auch mehr Blockversuche mit zwei gegenüber null. Bei den Freiwürfen waren beide Teams ähnlich treffsicher: sechs von neun für Völkmarstadt, sieben von neun für Giessen. Die persönliche Fouls lagen bei zehn für die Gastgeber und elf für die Gäste.
Der Sieg bringt Völkmarstadt auf dem Weg nach oben, auch wenn sie mit dreizehnunddreißig Spielen, zwölf Siegen und zweiundzwanzig Niederlagen noch auf Platz fünfzehn stehen. Giessen bleibt mit achtzehn Siegen und sechzehn Niederlagen auf Rang sieben. Das Ergebnis zeigt, dass in dieser Liga jeder Punkt hart erkämpft werden muss.