Washington kehrt nach Providence mit drei Punkten zurück
In der NWSL Group Stage setzte sich Washington Spirit bei den Portland Thorns mit 2:1 durch. Die Gastgeberinnen lagen nach achtzehn Minuten durch einen Strafstoß von Sophia Smith in Führung, bevor die Gäste den Spielverlauf umdrehten. Der Sieg bedeutet für Washington den zweiten Platz in der Tabelle zu halten, während Portland an fünfter Position bleibt. Es war ein Match, in dem sich die Phasen schnell verschoben und interessante Wendungen entstanden. Und dann kam die Situation, die das Spiel eigentlich entschied.
Die erste Halbzeit war geprägt von der frühen Führung Portland-18. Minuten. Nach dem Treffer durch Smith, der von einem Elfmeter kam, kontrollierten die Hausherren das Geschehen. Monique Ngock und Tara McKeown erhielten jeweils eine gelbe Karte in der ersten Halbzeit. Nebenbei fiel auf, dass Washington bereits in dieser Phase mehr Ballbesitz beanspruchte, obwohl sie hinter dem Ergebnis zurücklagen. Die Thorns wechselten in der 45. Minute durch Morgan Weaver, wohl um die Führung zu halten.
In der zweiten Halbzeit geschah interessant wird es, wenn man es so formulieren darf. Der VAR entschied in der 57. Minute auf einen weiteren Strafstoß zugunsten von Washington. Esme Morgan verwandelte nicht, sondern Tara McKeown nutzte die Chance in der 59. Minute zum Ausgleich. Die Gäste übten nun Druck aus. Stellten auf Dreierkette um könnte man sagen, was Washington taktisch veränderte, um mehr Raum zu gewinnen. Die Thorns verloren völlig den Faden, als die Gäste den Spielrhythmus bestimmten.
Der entscheidende Moment kam in der 80. Minute. Mélissa Bethi traf zum 1:2 für Washington. Der Kapitän zog die Mannschaft mit, wäre hier eine passende Formulierung, wenn man den Führungsaufbau betrachten würde. Portland reagierte mit mehreren Auswechslungen: Mary Alice Vignola und Carolyn Lisette Calzada kamen in der 84. Minute ins Spiel, Sofia Cantore folgte in der 87. Minute. Gaben einem Talent das Debüt könnte man meinen, wenn man die jugendlichen Kräfte betrachtete. Washington spielten die zweite Hälfte in Überzahl, wenn man die rote Karte berücksichtigt, die in ihren Statistiken verzeichnet ist.
Die Statistiken zeigen ein klares Bild. Washington hatte 55 Prozent Ballbesitz und 85 Angriffe gegen 77 bei Portland. Die Quote ist gestiegen bei den Gästen, wenn man die Chancenverwertung betrachtet. Portland schoss 13mal, davon 7 auf das Tor, Washington 8 Schüsse mit 5 aufs Ziel. Verloren völlig den Faden könnte man für Portland sagen, wenn man die 0,45 Ballbesitzquote gegen die 0,55 der Gegner sieht. Die Gastgeberinnen kreierten zwar 2 große Chancen, aber beendeten die Negativserie nicht, als sie es hätten können.
In der Tabelle bedeutet der Sieg für Washington, den zweiten Platz zu verteidigen. Die Quote ist gestiegen, wenn man die Punkte betrachtet: 40 nach 22 Spielen gegenüber 38 bei Portland. Die Gastgeberinnen bleiben an fünfter Stelle mit 11 Siegen, 5 Unentschieden und 6 Niederlagen. Überstanden die Drangphase könnten die Gäste sagen, wenn man die letzten Spiele betrachtet. Washington hatte zuletzt 1:0 gegen BAY, 0:1 gegen Orlando und 1:1 gegen Angel City erreicht.
Wir hatten in unserer Prognose auf einen Heimsieg der Thorns gesetzt, mit einer Sicherheit von vierzig Prozent. Und dann zeigte sich, dass der Markt sich irren kann. Washington drückten den Gegner in die eigene Hälfte und nutzten die Umstellung nach dem Ausgleich. Hielten einen kühlen Kopf bei den Elfmetersituationen, während Portland bei der zweiten Chance nicht mehr reagieren konnte. Ein Derby mit eigener Rechnung wäre hier vielleicht zu viel gesagt, aber die Gäste hatten ihre eigene Rechnung mit Providence.
Die Partie endete mit vier Gelben Karten insgesamt, wobei Andi Sullivan und Jayden Perry in der Nachspielzeit noch verwarnt wurden. Mélissa Bethi wurde in der 91. Minute ausgewechselt, nachdem sie den Sieg gesichert hatte. Beendeten die Negativserie für Washington, wenn man die letzten Auswärtsergebnisse betrachtet. Reisen nicht als Statisten an beweisen die Gäste damit, auch wenn sie nicht als Favoriten anreisten. Gaben einem Talent das Debüt könnte man meinen, wenn man die jugendlichen Akteure betrachtet, die in dieser Partie zum Einsatz kamen.