In der Superliga, Runde 9, traf Vaduz am Sonntag im Rheinpark Stadion auf Thun. Das Spiel endete 1:2 für die Gäste. Drei Tore bestimmten die Partie, zwei davon fielen in der zweiten Halbzeit.
Thun ging früh in Führung. Furkan Dursun nutzte eine Gelegenheit in der 33. Minute. Nassim Zoukit hatte zuvor eine Gelbe Karte gesehen, doch das Spiel drehte sich nicht. Vaduz suchte nach dem Ausgleich, fand aber keine Ruhe.
Erst in der 49. Minute gelang der Anschlusstreffer. Nils Reichmuth traf für die Gastgeber. Nebenbei fiel auf, dass Vaduz den Ball hielt – 66 Prozent Besitz, 14 Schüsse, davon drei aufs Tor. Doch Tore braucht man mehr als Ballbesitz.
Und dann kam die Wende. Marcel Monsberger, ein Spieler von Vaduz, stellte in der 73. Minute die Weichen. Er traf, und plötzlich führte die Heimmannschaft. Interessant wird es, wenn man sieht, wie Thun reagierte. Vier Gelbe Karten folgten in der Schlussphase, zwei Substitutionen auf einmal in der 67. Minute.
Die Statistik sagt: Vaduz schuf fünf große Chancen, Thun vier. Aber Thun traf häufiger auf das Tor – sechs Schüsse aufs Tor, davon zwei Tore. Vaduz brauchte dreizehn Versuche für seinen Treffer. Das ist der Unterschied zwischen Possession und Effizienz.
Thun steigt damit auf den neunten Platz, mit zehn Punkten nach neun Spielen. Vaduz bleibt Elfter, mit sechs Punkten. Die Gastgeber verloren den Faden, nachdem sie kurz die Führung hatten. Der Wechsel stockte, und dann war es vorbei.