Eishockey: das Wichtigste vom 10.09.2026
Barry Melrose ist tot. Der frühere NHL-Verteidiger, Trainer der Los Angeles Kings und Tampa Bay Lightning und danach über zwei Jahrzehnte Analytiker bei ESPN wurde 70 Jahre alt; ESPN meldete den Tod.…
Barry Melrose ist tot. Der frühere NHL-Verteidiger, Trainer der Los Angeles Kings und Tampa Bay Lightning und danach über zwei Jahrzehnte Analytiker bei ESPN wurde 70 Jahre alt; ESPN meldete den Tod. Melrose führte die Kings 1993 mit Wayne Gretzky in den Stanley-Cup-Final – seine einzige Finalserie als Trainer. Bekanntlich prägte er das nordamerikanische Publikum danach weniger von der Bande als vom Studio aus. Der Tod folgt gut zwei Wochen nach dem von André Pronovost, Stanley-Cup-Sieger mit Montreal, den wir am 9. September meldeten.

Sportlich bleibt SKA St. Petersburg das Sorgenkind der KHL-Runde: Spartak Moskau gewann 3:1 und damit zum sechsten Mal in Folge gegen den Klub aus St. Petersburg. Am Nachmittag verschob die Wettkampfabteilung der Liga zudem drei Partien mit SKA-Beteiligung – zuvor war der Spielplan wegen zweier Spiele an zwei Tagen kritisiert worden. Finanziell steht die Liga besser da: Der Verwaltungsrat bewilligte 2,364 Milliarden Rubel an die Klubs für die Saison 2025/26, die zwölfte und höchste Ausschüttung dieser Art.

Zwei Meldungen aus einer einzigen Quelle prägen den Abend, ohne bestätigt zu sein. Die «Detroit Free Press» berichtet, 16 ehemalige Spieler hätten die Universität Michigan verklagt wegen Misshandlungen zwischen 1984 und 2001; die Universität weist jede Verantwortung zurück und verweist auf ein Verbot solcher Rituale seit 1982. Nach Angaben von SRF Sport hat die IIHF ihr Verfahren gegen den früheren Schweizer Nationaltrainer abgeschlossen: Patrick Fischer soll vier Jahre gesperrt sein, bis 2030 keine Nationalmannschaft betreuen dürfen – Grund sei ein gefälschtes Impfzertifikat an den Olympischen Spielen 2022.

- Lokomotive Jaroslawl schlug Sewerstal 2:1 nach Verlängerung, dritter Sieg in Folge; Dmitri Kwartalnow steht bei 79 Siegen mit dem Klub und zog an Heikkilä vorbei auf Rang 3 der Klubhistorie.
- Awangard Omsk gewann 4:1 gegen Sotschi, Josh Livo traf im zweiten Einsatz; Sibir siegte 2:0 bei Amur, Torhüter Michail Berdin hielt alle 25 Schüsse.
- Amur Chabarowsk verlor zum dritten Mal nacheinander, Trainer Andrijewski bemängelt die Chancenverwertung.
- Schanghai gewann 4:3 nach Verlängerung in Minsk, nachdem es lange zurückgelegen hatte.
- Sibir setzte den 23-jährigen Stürmer Ilja Fedotow auf die Waiver-Liste; 48 Stunden Frist.
- Metallurg-Direktor Schloba bestätigt Gespräche mit Spartak über Iwan Morosow und räumt ein, eine Rückkehr Malkins geprüft zu haben – der 40-Jährige verlängerte stattdessen um ein Jahr in Pittsburgh.
- Alexander Owetschkin beginnt laut seinem Agenten die Vorbereitung auf die 22. NHL-Saison; Kowaltschuk erwartet 11 Tore bis zum Gretzky-Rekord, Tretjak sieht keine Altersgrenze.
- NHL-Vizekommissar Daly führt laut «Match TV» Gespräche über neue Teams in Atlanta und Phoenix.
- Connor McDavid lobt den neuen Edmonton-Trainer Mike Babcock vor dem Trainingslager.
- Die KHL erwägt Penaltyschiessen vor Spielbeginn ab der nächsten Saison; bis zum 22. Dezember soll eine Statistikseite mit Daten ab 1946 starten, über 20 000 Protokolle sind digitalisiert.
- Sergei Andronow ersetzt Boris Korol als Transneft-Vertreter im KHL-Verwaltungsrat.
- Carolina verlängerte mit Torhüter Caden Primeau sowie den Stürmern Skyler Brind'Amour und Justin Robidas.
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