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Europäische Ligen fordern FIFA-Reformen

Premier League, Bundesliga, La Liga und Serie A veröffentlichen gemeinsame Erklärung. Sie fordern mehr Mitsprache und unabhängige Aufsicht. Gianni Infantino steht unter Druck.

FIFA-Präsident Gianni Infantino in einem dunkelblauen Anzug vor blauen Stadiontribünen

Die vier führenden europäischen Fußball-Ligen werden am Freitag eine gemeinsame Erklärung veröffentlichen. Die Premier League, die Bundesliga, die La Liga und die Serie A fordern Reformen in der FIFA-Verwaltung.

„Wir fordern eine unabhängige Aufsicht und eine bedeutendere Rolle für die Interessengruppen bei der Entscheidungsfindung“, heißt es in der Ankündigung der Ligen. Die Aussage soll den Druck auf den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino erhöhen.

Der Konflikt dreht sich vor allem um den internationalen Spielplan. Die Ligen kritisieren, dass wichtige Entscheidungen ohne breite Konsultationen getroffen werden. Der Versuch, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an private Investoren zu verkaufen, wurde bereits gestoppt, hat aber die Stimmung verschärft.

Infantino hatte zuvor 211 Verbände angeschrieben und Reformbereitschaft signalisiert. Doch die Ligen wollen mehr als nur Gespräche. Sie fordern ein echtes Mitspracherecht bei der Kalendergestaltung, die bis 2030 gilt.

Die Situation eskaliert, da andere Verbände wie die UEFA und die AFC Infantino bereits abgewählt haben wollen. Die vier Top-Ligen bleiben jedoch bei ihrer Forderung nach strukturellen Änderungen, ohne einen direkten Rücktritt zu verlangen.

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