Am Freitagabend trafen Nagoya Grampus und Shimizu S-Pulse in der ersten Runde der Regular Season der J-League 1 aufeinander. Nagoya spielte zu Hause und verlor mit 0:1. Das einzige Tor fiel in der 38. Minute durch K. Kitagawa, dem Spieler von Shimizu. Nebenbei zeigt sich hier ein Muster, das in der Liga immer wiederkehrt: mehr Ballbesitz bedeutet nicht automatisch mehr Tore.
Nagoya beherrschte das Spiel. 75 Prozent Besitz, 104 Angriffe, 13 Eckbälle — die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Die Gäste kamen auf 25 Prozent Ballbesitz und 61 Angriffe. Interessant wird es bei den Chancen: Nagoya schuf null große Möglichkeiten, Shimizu eine. Die Heimmannschaft schoss 14 Mal, davon 6 auf das Tor, die Gäste 11 Schüsse, 6 davon ins Ziel. Die Effizienz lag auf der anderen Seite.
In der 61. Minute brach das Spiel für Shimizu fast zusammen. Oh Se-Hun erhielt erst die gelbe Karte und direkt im Anschluss die rote. Ein Spieler weniger, 29 Minuten lang. Nagoya spielte die zweite Hälfte in Überzahl, brachte aber nichts heraus. Stattdessen mussten sie sich mit den verbleibenden zehn Mann verteidigen. Der Kapitän zog die Mannschaft mit, aber der Vorsprung von einem Tor reichte.
Die Statistiken nach der Auswechslung von Oh Se-Hun verraten viel. Nagoya legte nach — 611 Pässe, 430 in die Gegnerhälfte, 205 in das Enddrittel. Shimizu verteidigte sich mit 56 Clearances und 19 Tackeln. Die Heimmannschaft scheiterte an der Organisation. Viele Schüsse, ein Tor — die Chancen gingen verloren, die Gäste nutzten ihren Moment.
Nach dem Spiel sieht die Tabelle für Nagoya so aus: 14. Platz, 6 Spiele, 2 Siege, 0 Unentschieden, 4 Niederlagen, 6 Punkte. Shimizu liegt auf dem 17. Platz, ebenfalls nach 6 Partien, mit 1 Sieg, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen, 4 Punkte. Die Gastgeber haben eine Reihe von Niederlagen hinter sich — in den letzten fünf Spielen gab es nur ein Unentschieden und vier Niederlagen. Shimizu hingegen steht kurz vor dem Abstiegskampf.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein Match nicht nach der Statistik entschieden wird. Nagoya kontrollierte, Shimizu traf. Drei, vier Momente — und der Rest ist Hintergrund. In diesem Fall war es die 38. Minute.